Mein Lebensweg
Jeder Lebensweg ist einzigartig – geprägt von Erfahrungen, Entscheidungen und Wendepunkten. Gerne lade ich dich ein, einige meiner prägende Momente kennenzulernen, die mich zu meiner Berufung geführt haben und zu dem Mensch werden liessen der ich heute bin.

Was mich geprägt hat –Wer ich heute bin
Prägungen in der Kindheit und Jugend
Die ersten sechs Jahre meines Lebens verbrachte ich behütet bei meiner liebevollen und fürsorglichen alleinerziehenden Mutter, meinen Großeltern, meiner Tante und meinem Onkel. Danach lernte meine Mutter ihre Liebe fürs Leben kennen, mir wurde ein jüngerer Bruder geschenkt, und wir lebten fortan in einer weltoffenen, humorvollen und musikalischen Patchwork-Familie bei der es am Monatsende regelmäßig finanziell eng wurde. Was zu wiederkehrenden Herausforderungen führte – unter anderem mehreren Orts- und damit auch Schulwechseln. Diese waren mit Erfahrungen von Mobbing sowohl durch Mitschüler:innen als auch durch Lehrkräfte verbunden.
Ein beständiger Anker in meiner Kindheit und Jugend war der familiengeführte Berggasthof meiner Großeltern im Hochschwarzwald. Dort lernte ich, was Hingabe, Leidenschaft und (zu) harte Arbeit bedeuten. Erlebte Gastfreundschaft ebenso wie Fremdenfeindlichkeit und entdeckte die Gegensätze gesunder und ungesunder Kulinarik (Alkohol, Essen 24/7!). Dieser Ort war eine Rückzugsmöglichkeit in einer Zeit, die sonst stark von finanzieller Unsicherheit, Schamgefühlen und weiteren psychosozialen Belastungen geprägt war.
Mentale Stärke durch die Leidenschaft
zum Sport
Eine zentrale Energiequelle war für mich schon immer der Sport und die Bewegung in der Natur. Nach Stationen im Ski-Alpin, Handball und Bogensport fand ich 2009 mit 16 Jahren den Weg zum Rugby – ein Sport, der mich körperlich, mental und sozial nachhaltig formte. Er kam genau zum richtigen Zeitpunkt und setzte mir einen gesunden Spiegel vor. Mit großer Leidenschaft und wachsendem Anspruch an mich selbst entwickelte ich mich zum Leistungssportler. Höhepunkte meiner aktiven Zeit war die Berufung zum erweiterten deutschen Rugby-Nationalkader, Meisterschaften sowie meine Tätigkeiten als Trainer und Jugendwart. Über Jahre hinweg nahm ich in diesem Sport viele Rollen ein und investierte entsprechend viel Energie.
Jedoch führten mehrere Verletzungen und Unfälle (u.a. eine schwere Kopfverletzung, zwei komplexe Knieverletzungen und ein Wadenbeinbruch) dazu, dass ich diesen Sport nicht mehr aktiv ausübe. Dieser Einschnitt war und ist für mich ein intensiver Transformationsprozess. Denn über knapp zwei Jahrzehnte hatte ich enorm viel Leidenschaft, Zeit und Energie in Rugby investiert, was mir weit über die sportliche Dimension hinaus Orientierung und Halt, Gemeinschaft und Freundschaft schenkte, Kraft gekostet und gegeben hat.
Zugang zur Erlebnis- und Naturpädagogik
Meine berufliche Laufbahn begann mit der Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschaft, gefolgt vom Berufskolleg für Gesundheit und Pflege. Nach dem Schulabschluss verbrachte ich einige Jahre in wechselnden Jobs, auf Reisen und mit Sport. Auf der Suche nach einer sinnstiftenden Perspektive kristallisierte sich für mich der soziale Bereich heraus – geprägt durch meine Tätigkeit im Kranken- und Behindertentransport sowie mein Engagement als Jugendtrainer beim Freiburger Rugby Club.
Ein glücklicher Zufall führte mich schließlich zur einjährigen Erlebnispädagogik Ausbildung, die mein tiefes Interesse weckte, aufgrund der Verbindung von Pädagogik, Natur und Bewegung. In diesem intensiven Jahr, lernte ich wie bedeutungsvoll es ist, durch Erlebnisse und deren bewusste Reflexion nachhaltig zu lernen – unter Einbezug von Sinneseindrücken und emotionaler Verarbeitung.
Studium und Tätigkeit als Sozialarbeiter
Daraufhin nahm ich das Studium der Sozialen Arbeit auf, in dem ich meinen Fokus bewusst auf Pädagogik, Psychologie und Soziologie legte. Ein prägendes Praxissemester in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, eine GFK-Fortbildung, eine studienbegleitende Weiterbildung in personenzentrierter Beratung sowie ein zehnmonatiger Einsatz auf den Philippinen – in einer NGO für Meeresschutz und Gemeinwesenarbeit – rundeten diese Zeit ab.
Parallel zu meinen letzten Semestern begann die Zeit der Corona-Lockdowns, die mich – kurzum – psychisch stark überforderte. Viele verdrängte Erfahrungen aus früheren Lebensabschnitten wurden in der Zeit getriggert, bis ich das Gefühl hatte, die Orientierung komplett zu verlieren und in eine tiefe Depression verfiel. Rückblickend markierte diese Krise jedoch auch einen Wendepunkt: Durch die Inanspruchnahme verschiedener Beratungsangebote – insbesondere später durch die transpersonale Regressionstherapie (TRT), in der ich schließlich auch die Weiterbildung absolvierte – fand ich Klarheit und eine neue Ausrichtung. Der Ansatz der TRT inspirierte mich bis heute nachhaltig, bewusst jenseits rein konventioneller, medizinisch-heilkundlicher und psychotherapeutischer Strukturen zu arbeiten.
Persönliche Wohlfühlorte
Und sonst? Ich arbeite in Teilzeit als Sozial- und Erlebnispädagoge – und bin einfach gerne Mitmensch. :) Gehe mit Neugier auf das zu, was das Leben bereithält: Schwere Herausforderungen ebenso wie Momente der Leichtigkeit. Begeistern kann mich alles, was mir Balance schenkt: eine ausgewogene Ernährung (inkl. Cheatdays), Bewegung und Sport, die Verbindung zu den Elementen, Waldspaziergänge, philosophische Gespräche, erholsamer Schlaf oder Musik – am liebsten live oder auf Vinyl. Diese vielfältigen Einflüsse sind für mich mal mehr, mal weniger feste Bestandteile meines Lebens – und zugleich Quellen der Inspiration für meine Arbeit und das Leben.
Aus- und Weiterbildungen
2023 bis 2024
Weiterbildung Transpersonale Regressionstherapie
Tasso Institut Deutschland
2016 bis 2022
Soziale Arbeit (B.A.)
Katholische Hochschule (KH) Freiburg im Breisgau
2018
Weiterbildung Personenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers
Dr. Christina Burbaum &.Prof. Dr. Christian Roesler, KH Freiburg
2016 bis 2017
Ausbildung zum Erlebnispädagogen
WildZeit, Freiburg im Breisgau
„Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.“
BUDDAH
